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Die Wandlungsphase Holz - 5. Teil

  • Autorenbild: Sandra Dünki
    Sandra Dünki
  • 15. März
  • 3 Min. Lesezeit

Im Frühling sind Leber und Gallenblase empfindlicher. Viele Menschen leiden zu dieser Zeit unter Verspannungen, Heuschnupfen und Kopfschmerzen. Kennen Sie das auch?

Dann könnte ein Ungleichgewicht der Holzenergie in Ihrem Körper die Ursache sein. Eine Behandlung nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kann dabei helfen, Ihre Beschwerden zu lindern und Ihre Energien wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Leber und Gallenblase dem Element Holz zugeordnet und stehen in enger Beziehung zueinander. Die Leber ist für die Emotionen und den freien Fluss von Qi (Lebensenergie) im Körper verantwortlich, während die Gallenblase für die Verdauung und Fettverarbeitung sowie die Entscheidungsfindung zuständig ist.



Holz in der Natur und im Menschen

Im Frühling, wenn in der Natur alles zu spriessen und wachsen beginnt, sind in unserem Körper die Leber und die Gallenblase am aktivsten – mit ihnen die Wandlungsphase Holz. Mit dem Element Holz sind unter anderem die Augen, die Sehnen, die Bänder, der Nacken, die Wut, unsere Entscheidungskraft, die Farbe Grün, der saure Geschmack und der Morgen verbunden.


Auch wir Menschen möchten uns ausdehnen und unsere Ideen wachsen lassen. Fehlt uns die Kraft dazu, fühlen wir uns deprimiert, während wir wütend und egoistisch werden können, wenn die Kraft in uns überschiesst. Redewendungen wie „Mir ist etwas über die Leber gelaufen“ oder „Mir kommt die Galle hoch“ deuten darauf hin, dass dieses Organsystem stark mit Emotionen verknüpft ist.


Das Holz im Menschen entspricht dem Frühling in der Natur. Um den Körper in dieser Wandlungsphase zu unterstützen, sollte man früh aufstehen und etwas später ins Bett gehen, viel Zeit in der Natur verbringen, sich reichlich bewegen und seinen Ideen und Phantasien Raum geben. Man sollte sich bevorzugt von leichter Kost ernähren, zum Beispiel von reichlich Gemüse wie Kefen, Frühlingszwiebeln, Bärlauch, Artischocken und Kresse. Kühlende Rohkost sollte hingegen reduziert werden. Entgiftende Kräutertees, wie z. B. Schafgarbe, Löwenzahn und Beifuss stärken die Leber.


Pflanzenheilkunde

Weissdornblüten dienen der Herzstärkung.
Weissdornblüten dienen der Herzstärkung.

Gerne möchte ich Ihnen die Pflanzenheilkunde, auch Phytotherapie genannt, vorstellen. Mit ihrer Hilfe können Körper, Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht kommen.


Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten Heilweisen der Menschheit. Schon im Mittelalter war sie eng mit der Arbeit der „weisen Frauen” verbunden, die Krankheiten auf körperlicher und seelischer Ebene behandelten. Ihr Wissen entsprang einem tiefen Einsein mit der Natur.


Einteilung der Pflanzenheilkunde

Heilpflanzen können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden:

  • In der Schulmedizin erfolgt die Einteilung beispielsweise nach ihren Wirkstoffen, wie Bitter-, Gerb- oder Schleimstoffen.

  • In der traditionellen Signaturenlehre hingegen werden Pflanzen hingegen nach Farbe, Geschmack, Form, Temperatur oder Standort beurteilt – also nach den „Zeichen“, die sie uns zeigen.


Verschiedene Anwendungsarten der Pflanzenheilkunde

Heilpflanzen können auf vielfältige Weise angewendet werden, beispielsweise als Tee, Tinktur, Salbe, in Form von Medizinalweinen, Packungen, Wickeln, Kräuterkissen, Bädern, als Wildgemüse, in Form von Bachblüten, Spagyrik, Raumsprays, Salben und vielem mehr.


Im Folgenden möchte ich Ihnen einige dieser Anwendungsarten etwas genauer vorstellen:

  • Tee – als Infus (heisser Aufguss), Mazerat (Kaltwasserauszug) oder Dekokt (Abkochung). Beispiel: Weissdorntee zur Herzstärkung.

  • Tinktur – alkoholischer Auszug aus pflanzlichen Wirkstoffen. Tinkturen können innerlich oder äußerlich angewendet werden. er Alkohol dient dabei als Lösungs- und Konservierungsmittel, weshalb Tinkturen lange haltbar sind. Beispiele sind Johanniskraut-, Salbei- oder Kamillentinkturen.

  • Spagyrik – Die Spagyrik ist eines der traditionsreichsten ganzheitlichen Naturheilverfahren, dessen Wurzeln bis ins antike Ägypten zurückreichen. Ihre Herstellung ist aufwändig. Das Wort Spagyrik setzt sich aus den griechischen Wörtern spao = trennen und ageiro = vereinigen, zusammen. Auf diese Weise kann das gesamte Wirkungspotenzial entfaltet werden, das sich auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene auswirkt.

  • Wickel und Packungen – Ein Wickel ist ein medizinisches Hausmittel, bei dem ein mit Flüssigkeit oder einer Substanz (z. B. Quark, Essig, Zwiebeln oder Kräuter) getränktes Tuch um eine Körperstelle gewickelt wird. Auf diese Weise können Wärme, Kälte oder Wirkstoffe zugeführt werden, um Beschwerden wie Fieber (Wadenwickel), Husten (Brustwickel) oder Entzündungen zu lindern.

  • Ceres-Urtinkturen – Diese hochwertigen Urtinkturen bestehen zu 100% aus biologisch-dynamischen, handverlesenen Heilpflanzen. Sie werden sorgfältig veredelt und sind mehrjährig gereift. Sie können äusserlich oder innerlich eingenommen werden.


Möchten Sie mit Pflanzenheilkunde Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringen – besonders in dieser dynamischen Jahreszeit? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit mir.


Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen, lebendigen Frühling!


Sandra Dünki, eidg. dipl. Naturheilpraktikerin TCM

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