Die Wandlungsphase Wasser - 4. Teil
- Sandra Dünki

- 16. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Im Winter sind Niere und Blase verletzlicher. Viele Menschen leiden zu dieser Zeit an Rückenschmerzen, Blasenschwäche, Kälte und Antriebslosigkeit. Sie auch? Dann könnte ein Ungleichgewicht der Wasserenergie in Ihrem Körper die Ursache sein. Eine TCM-Behandlung kann dazu beitragen, Ihre Beschwerden zu lindern und Sie wieder in Ihr Gleichgewicht zu bringen. Hier möchte ich Ihnen insbesondere die Moxatherapie vorstellen, denn sie bringt Wärme in den Körper und die Seele.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Niere und Blase dem Element Wasser zugeordnet und stehen in enger Beziehung zueinander. Die Nieren (Yin-Organ) werden als die Wurzel der Lebensenergie betrachtet und sind für Fruchtbarkeit, Wachstum und den Willen zuständig. Angst wird ebenfalls den Nieren zugeordnet, auch Stress und Anspannung beeinflussen den Nieren-Meridian. Die Blase (Yang-Organ) spielt eine wichtige Rolle bei der Ausscheidung von Flüssigkeiten. Eine Blasenschwäche wird oft mit einem Yang-Mangel in Verbindung gebracht, der auch mit Symptomen wie Kälteempfindlichkeit, wiederkehrenden Infektionen oder Inkontinenz einhergeht.

Wasser in der Natur und im Menschen
Das Wasser im Menschen entspricht dem Winter in der Natur. Um diese Zeit gut zu überstehen, sollte man sich warmhalten, früh ins Bett gehen, sich Ruhe gönnen und vor der Kälte schützen. Die Ernährung sollte bevorzugt wärmende Lebensmittel beinhalten, wie zum Beispiel wärmendes Wurzelgemüse, heiße Suppen und Nüsse. Kühlende Rohkost sollte reduziert werden.
Moxibustionstherapie

Moxa ist die Abkürzung für Moxibustion und ist eine Wärmetherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin, bei der Akupunkturpunkte mit der Wärme von glimmendem Beifusskraut (Artemisia vulgaris) stimuliert werden.
Heilwirkung der Moxibustionstherapie
Fördert die Zirkulation von Lebens-Energie (Qi) und Blut
Gleicht das vegetative Nervensystem aus
Fördert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes
Schmerzlindernd, löst Blockaden und vertreibt Kälte und Feuchtigkeit
Verbessert den Stoffwechsel und die Durchblutung
Arten der Moxatherapie
Moxazigarren: Eine gerollte Beifuß-Zigarre wird in die Nähe der Haut gebracht, bis der Patient die Wärme spürt. Ich verwende meistens diese Form der Moxatherapie.
Moxakegel: Kleine Kegel aus Moxakraut werden auf der Haut (oft mit einem Schutz wie Ingwerscheiben) platziert und abgebrannt. Sobald es zu warm wird, wird der Kegel zum nächsten Punkt weiter bewegt.
Moxanadeln: Eine Akupunkturnadel wird an ihrem Griff direkt mit einer Moxazigarre erwärmt, so kann die Wärme tief in das Gewebe dringen.
Anwendung bei
Erschöpfung
Verdauungsstörungen
Menstruationsbeschwerden
Gelenkschmerzen
Zur Stärkung des Immunsystems
Rückenschmerzen
Eine schönen Spätherbst wünscht Ihnen
Sandra Dünki, eidg. dipl. Naturheilpraktikerin TCM




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